Beim Aikikai Graz standen zum Semesterende wieder die Kyu-Prüfungen an – bei unseren AikiKids, im Rahmen des USI-Kurses und bei den Erwachsenen im Verein. Wir freuen uns sehr: Alle haben bestanden.
Für die Kinder war es ein ganz besonderer Moment. Neben der Urkunde durften sie auch den passenden bunten Gürtel entgegennehmen. Stolz, strahlende Gesichter und ein bisschen Aufregung gehörten natürlich dazu.
Im Aikido gibt es keinen Wettkampf. Kein Gegeneinander, kein Gewinnen oder Verlieren. Und doch sind Prüfungen ein wichtiger Teil des Weges. Sie sind kein Vergleich mit anderen, sondern eine ehrliche Begegnung mit sich selbst. Die Matte wird im Prüfungsrahmen plötzlich größer, die Techniken fühlen sich anspruchsvoller an, der Puls ein wenig schneller. Genau dann zeigt sich, wo man steht.
Fortschritt im Aikido ist nur durch Üben möglich. Schritt für Schritt. Wiederholen, Verfeinern, Scheitern, Neu-Ansetzen. Der einzige „Gegner“ im Aikido ist man selbst – die eigene Unsicherheit, die eigene Ungeduld, die eigenen Grenzen. In der Prüfung treten diese deutlicher hervor. Und genau darin liegt ihr Wert.
Prüfungen sind im Aikido kein Endpunkt, sondern ein Spiegel. Sie machen Entwicklung sichtbar und zeigen zugleich, wohin der Weg weiterführt. Jede und jeder kommt dabei an eine persönliche Grenze – körperlich, technisch oder mental. Und wer diese Grenze wahrnimmt und annimmt, hat bereits den nächsten Schritt getan.
Wir gratulieren allen Prüflingen herzlich zu ihrem Erfolg. Wir sind stolz auf euch – auf euren Einsatz und euren Weg. Die Graduierung mag sich ändern, doch das eigentliche Ziel bleibt: weiter üben, weiter wachsen, weiter lernen.







































