Einladung zu Kalligraphie & Kampfkunst in Hart bei Graz am 18. Jänner 2020

Zwischen Japanischer Kalligraphie (Shodo) und Aikido gibt es erstaunliche Parallelen zu entdecken! Konzentration, der Wechsel aus Spannung und Entspannung, die richtige Atmung – um nur einige der physischen Komponenten aufzuzählen. Auf der psychischen Ebene die ständige Auseinandersetzung mit dem „Wollen“ und dann doch besser dem „Geschehen lassen“, Gelassenheit, Mut zum Unperfekten … unschwer zu erkennen, dass hinter dem handwerklichen Können auch eine Lebensphilosophie steckt.

Wir laden sehr herzlich ein, diese Parallelen im Rahmen unseres Aikido-Tages in Hart bei Graz selbst zu entdecken! Am Vormittag gibt es für Interessierte in der Kulturhalle (Pachern-Hauptstraße 97, 8075 Hart) die Möglichkeit, kostenlos Aikido auszuprobieren, am Nachmittag greifen wir dann im Kulturraum zu Tusche, Reibstein, Pinsel und Papier und versuchen uns in japanischer Kalligraphie.

Die Kosten für den 3-stündigen Kalligraphie-Workshop betragen € 45,- inklusive Verbrauchsmaterial im Wert von € 10,-. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir für diesen Workshop die Kalligraphie-Meisterin Junko Baba gewinnen konnten, die uns mit ihrer äußerst liebenswürdigen Art in die faszinierende Welt der japanischen Kalligraphie führen wird. Da die TeilnehmerInnenzahl auf 15 Personen beschränkt ist, bitten wir um verbindliche Voranmeldung unter info@aikikai-graz.at. Nähere Informationen über die Meisterin Junko Baba und japanische Kalligraphie findet ihr hier.

Den detaillierten Zeitplan findet Ihr unten:

Einladung zum Weihnachtstraining

Kaum zu glauben, aber wahr – bald ist Weihnachten wieder da …

… und damit uns der Weihnachtstrubel nicht mit voller Härte trifft, treffen wir uns bereits am 23. November zum  gemeinsamen Weihnachtstraining. In aller Ruhe und Gemütlichkeit, ab 10:30 im schönen Dojo des Jiu Jitsu Clubs der Jungdrachen in der Radegunder Straße 10. Wir laden alle Aikido-Begeisterten und jene, die es noch werden wollen, zum gemeinsamen Üben ein. Im Rahmen des Trainings gibt es auch die Möglichkeit, in vorheriger Absprache mit den TrainerInnen, Kyu-Prüfungen abzulegen. Das aktuelle Prüfungsprogramm findest du hier. Gefeiert wird dann bei einem gemeinsamen Mittagessen im Chinarestaurant „Chop Suey“. Wir freuen uns auf Dein Kommen!

Einladung zum Mehrspartenlehrgang „Kampfkunst HAUTnah“ und zur „Nacht der Kampfkünste“

Im Namen des Organisationsteams der „Nacht der Kampfkünste“, federführend dabei Herbert Smolana (Jiu Jitsu Club der Jungdrachen) und unser Dojoleiter Peter Poltsch, laden wir sehr herzlich zum Mehrspartenlehrgang „Kampfkunst HAUTnah“ am 21. September 2019 ins ASKÖ Sportzentrum in Eggenberg ein. Dabei habt ihr die seltene Gelegenheit, von 15-18:00 bis zu 3 verschiedene Kampfkünste auszuprobieren. Und das völlig unverbindlich und kostenlos :-)! Angeboten werden 11 verschiedene Kampfkünste, nähere Details entnehmt bitte folgendem Programm bzw. unten angeführtem Facebook-Link:

Im Anschluss an den Lehrgang findet ab 19:00 die Nacht der Kampfkünste statt. KampfkünstlerInnen aus 12 verschiedenen Sparten geben ihr Können zum Besten. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Volksschule des Odilien Blindeninstitutes zu Gute. Vorbeischauen lohnt sich!

Auf der Facebookseite „Nacht der Kampfkünste“ könnt ihr Wissenswertes über die an- und dargebotenen Kampfkünste erfahren. Den Link findet ihr hier. Bitte liken 😉

Wir wachsen! Kindertraining ab 23. September in Hart bei Graz

Es kann losgehen! Unsere nagelneuen Matten sind da. Insgesamt 80 Quadratmeter Mattenfläche warten auf bewegungshungrige AikiKids. Trainiert wird ab 23. September 2019 in der Kulturhalle in Hart bei Graz. Ab März 2020 wird es vielleicht sogar auch ein Erwachsenentraining geben, Anfragen diesbezüglich häufen sich 🙂

Details zum Kinderkurs gibt es hier.

Wir freuen uns sehr, bald auch in Hart bei Graz Aikido anbieten zu können und so zur Verbreitung dieser schönen Kampfkunst beitragen zu dürfen.

Grillfest 2019

Eines war klar … Sechs erfolgreiche Dan-Prüflinge mussten ordentlich gefeiert werden. Deswegen entschlossen wir uns kurzerhand, zu einem Grillfest bei unserem Vereinssitz in Hart bei Graz zu laden. Der Wettergott gestaltete die ganze Unternehmung spannend, es schüttete zuvor in Strömen. Als dann die Gäste eintrudelten, begann es zu tröpfeln. Oje. Der Gastgeber entschied: Wir bleiben draußen. Und die Entscheidung war richtig …

Und so kam es, dass die Feuerschale ordentlich eingeheizt wurde und der Grillrost sich vor lauter Köstlichkeiten bog. Zufrieden und mit vollen Bäuchen wurden dann diverse Schwänke ausgetauscht, das Gelächter war wohl weithin zu hören…

Dann wurde es offiziell. Unserer Vereinstradition folgend überreichte unser Dojoleiter Peter unserem frisch gebackenen ersten Dan Lukas den schwarzen Gürtel und damit auch ein Stück Verantwortung mehr für die Pflege und Weitergabe des Aikidos.

Aufmerksam wird Peters Rede gelauscht

Interview mit unserem frischgebackenen Danträger, Lukas

Guten Morgen, Lukas! Deine Prüfung zum ersten Dan liegt jetzt ein paar Tage  zurück. Herzliche Gratulation nochmals … welche Gedanken gehen dir durch den Kopf, wenn du an die Prüfung denkst?

Lukas schildert seine Eindrücke von seiner ersten Danprüfung

Guten Morgen. Danke für die Gratulation.
Die Prüfung war ganz okay für mich. Ich habe im Zuge der Prüfung alle 33 Trainingsstunden an 9 Tagen am Lehrgang von Stéphane Benedetti besucht. Das war ein deutlich höheres Pensum als ich gewohnt bin. Nach den ersten Stunden hatte ich allerdings Sorgen um mein Knie. Vor 2 Jahren bin ich zu viel in Seizaposition gesessen und danach stellte man per Computertomografie fest, dass mein Meniskus teilweise eingerissen ist. Das äußert sich durch ziehenden Schmerz, wenn ich viel in Seiza sitze. Nach den ersten Stunden habe ich deshalb absichtlich Seiza möglichst reduziert, damit ich an der Prüfung gegen Ende des Lehrgangs teilnehmen kann. Das hat geklappt und bei der Prüfung bereitete mir deshalb mein Knie keine Probleme.
Auf der anderen Seite lernte ich im Kontext des Lehrgangs viele technische Details und konnte über meine Ansätze reflektieren. Ich denke hierbei konnte ich einiges mitnehmen und im Speziellen bin ich mit meinem Iriminage nun zufriedener. Wichtig ist mir auch, dass man bei Aikidō mit vielen verschiedenen Leuten trainiert, da jeder Uke anders reagiert. Ein Lehrgang bzw. eine Prüfung mit einem unbekannten Uke ist hierbei stets eine wichtige Erfahrung.

Wie hast du dich auf die Prüfung vorbereitet?

Die Probleme mit dem Knie waren mir vorher schon bekannt. Deshalb habe ich mir ein paar Übungen überlegt, die die Muskulatur rund um den Meniskus stärken sollten. Im Nachhinein betrachtet denke ich waren sie nicht effektiv und ich sollte mir noch Feedback von Physiotherapeuten einholen.
Auf körperlicher Ebene ist Kondition hier wichtig, wobei ich hierbei selten Probleme habe. Was ich bei früheren Kyū-Prüfungen gemerkt habe ist, dass das wiederholte Aufstehen als Uke auf Dauer anstrengend sein kann. Meine Oberkörpermuskulatur ist recht schwach. Darum sind Liegestützen eine gute Übung für mich, damit ich mich von einer Fixierung leicht aufraffen kann. Zusammengefasst sind regelmäßige Knie- und Kraftübungen 2 Wochen vor der Prüfung meine körperliche Vorbereitung gewesen.
Auf geistiger Ebene habe ich die 5 Tage vor der Prüfung die Techniken des 1. Kyū aus dem Prüfungsprogramm visualisiert. Dadurch erinnert man sich an die Bewegungsabläufe und Fehler, die man in der Vergangenheit gemacht hat. Davon bereitete mir nur der Koshinage Sorgen, aber den konnte ich dann in akzeptabler Form liefern. Letztendlich weiß man auch nicht genau, was zur Prüfung kommt.

Warst du nervös?

Stress oder Nervosität resultiert immer, wenn man Abläufe hat, die man nicht gewohnt ist. Auf die Techniken war ich meiner Ansicht nach gut vorbereitet (danke an meine Trainer!), aber die Etiquette macht mich vor Prüfungen immer nervös. Sobald die Techniken starteten, war sämtliche Nervosität verloren.

Was würdest du im Nachhinein betrachtet anders machen? Was würdest du jemanden raten, der die Prüfung zum ersten Dan noch vor sich hat?

Ich sage ganz selbstbewusst, dass ich nichts anders gemacht hätte.

Meine Trainer haben mich gut vorbereitet und für mich war die Frage, inwiefern ich mich von den Gewohnheiten meiner Vergangenheit verabschiede und mich auf die Lehre des Prüfers einlasse. Im Endeffekt braucht man einerseits die Sicherheit und Routine der Vergangenheit, andererseits kann ich gut nachvollziehen, dass jeder Lehrer/Prüfer in den Details unterschiedliches Verständnis entwickelt hat und einen unterschiedliche Fokus setzt. Diese Worte stellen das etwas konträr gegenüber, aber im Endeffekt zeigt man die Bereitschaft für die Graduierung auch darin, sich an andere Ansätze, Angriffe und Ukes anpassen zu können. Daher ist das für die Aikidō-Community im Gesamten, glaube ich, kein Problem. Flexibilität ist wichtig. Meine Trainer betonen auch zurecht, dass eine Prüfung kein Fläche für Experimente sein sollte. Selbst wenn man flexibel sein muss, muss man sicher in der Durchführung sein. Daher ist ein guter Mittelweg zwischen all diesen Aspekten wichtig und ich glaube ihn diesmal gefunden zu haben.
Aber ich empfehle jedem Dankandidaten sich frühzeitig eine Strategie zurechtzulegen, wie er die technische, körperliche und mentale Leistung erreichen kann, die er sich für seine Prüfung wünscht. Und diese Strategie muss man natürlich auch mit Disziplin verfolgen. Mein zweiter Ratschlag resultiert aus dem Kernthema des vorigen Absatzes: Wenn die Danprüfung im Zuge eines Lehrgangs/Seminars stattfindet, sollte man möglichst viel davon besuchen und sich darauf einlassen, um auch hier noch viel mitzunehmen und sich weiterzuentwickeln.

Die Prüfung zum Shodan und die damit verbundene Erlangung des schwarzen Gürtels ist ja für viele Kampfkünstler das erste große Ziel. Wer’s soweit geschafft hat, hat schon Einiges an Geduld und Konsequenz im Training aufbringen müssen. Trotzdem bedeutet ja „sho“ so etwas wie „Beginn, Anfang“. Wie denkst du darüber?

Es passt gut zu meiner Lebensphilosophie, dass das Lernen bzw. das Studium ein lebenslanger Prozess ist und man dies niemals aufgeben darf. Man muss stets neugierig bleiben und man sollte die Bereiche finden in denen man sich weiterentwickeln möchte.

Trotzdem ist es psychologisch motivierend, dass man den Lernprozess nicht als rein flüssigen Prozess begreift, sondern ihn auch mit Abstufungen sieht. Die Trennung in Kyū/Dan ist hierbei natürlich signifikant. Mit meinem Hintergrund in den Formalwissenschaften arbeite ich oft mit Axiomen aus denen man dann Aussagen ableiten kann. In Aikidō höre ich oft Aussagen bin aber weit davon entfernt, dass ich die Axiome davon herausarbeiten kann. Insofern sehe ich mir wirklich erst am Anfang. Vielleicht habe ich nur schon gelernt, wie man die Arbeitswerkzeuge bedient.

Achja, ein weiteres Ziel habe ich auch noch: Lernen, Aikidōinterviews kürzer zu beantworten 😉

Lukas, vielen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Fragen 😉 und weiterhin viel Freude mit Aikido!

Erfolgreiche Danprüfungen – Wir gratulieren sehr herzlich!

Vollste Konzentration vor der Prüfung

Es ist schon etwas ganz Besonderes. Und aufregend ist es obendrauf! …. Gleich sechs Dan-Kandidaten aus unserem Verein sind im Rahmen des Sommerlehrganges von Stephane Benedetti zur Danprüfung angetreten. So etwas gab’s seit Bestehen unseres Vereines noch nicht… Sie haben mit ihrem Können die Prüfungskommission überzeugen können. Die intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt!

Lukas, unser frisch gebackene Yudansha

Wir freuen uns über unseren frisch gebackenen 1. Dan, Lukas, dem wohl nie die Energie ausgeht. Weiters gratulieren wir sehr herzlich Martin, Richard, Willi und Sven, die bravourös die Prüfung zum 2. Dan absolviert haben. Last-but-not-least sind wir auch sehr stolz auf Werner, der neben seinen beruflichen Verpflichtungen im Vorbeigehen sozusagen schnell mal die Prüfung zum 3. Dan abgelegt hat. Wir gratulieren sehr herzlich und sind stolz darauf, euch in unserem Verein zu haben!

… wo der Bartl den Most holt Teil II*

Danvorbereitungstraining unter subtropischen Bedingungen

Ja, ja, der Sommer … der hat schon seine Reize … Mit leichter Kleidung bewältigen wir den Weg zwischen zu Hause und Dojo. Wir stellen uns im klimatisierten Auto, auf dem Motorrad oder Drahtesel mental auf das ein, was da kommt. Wir, eine Gruppe trainingswütiger Danträger und – Kandidaten begeben uns bei sommerlichen Bedingungen ins Dojo. Umziehen, zuerst den Gi und dann noch den Hakama binden. Naja, wenigstens saugt das Material gut den Schweiß auf.

Aufgewärmt wird außerhalb der Trainingseinheit. Immerhin wollen wir die Zeit gut nutzen. Suwari waza shomen uchi ikkyo, nikyo usw. … Acht Minuten Prüfungsfeeling. Nur acht Minuten? So kann einen die eigene Wahrnehmung täuschen …

Intensiv geht’s weiter. Auch Günther Steger und seine Tochter Valentina vom Askö Aikido Klub sind unserer Einladung gefolgt. Wir freuen uns sehr. Günther und Peter führen uns fachkundig durch so manche technische Herausforderung. Gut betreut und gelaunt vergessen wir fast, dass es mittlerweile eine beachtliche Luftfeuchtigkeit erreicht hat.

Prüfungsvorbereitungstraining unter realen Bedingungen sozusagen. Kann also fast nichts mehr schief gehen, wenn’s dann im Juli für unsere Kandidaten ernst wird. Wir drücken auf alle Fälle ganz fest die Daumen!

*Teil I zum Nachlesen